Kategorie: Gedanken zur Zeit

Warum Zeit immer knapp ist (und was du daran ändern kannst)

Etwas muss sich ändern.
Im Dezember – genauer gesagt an Silvester – nimmt man sich allerhand vor: mehr lesen, mehr schreiben, mehr Bewegung, weniger Stress. Und dann ist plötzlich Februar und man fragt sich: Was ist eigentlich aus meinen guten Vorsätzen geworden?

Denn eins ist klar: Zeit ist immer knapp.
Nicht, weil wir faul wären. Sondern weil der Alltag voll ist. Arbeit, Termine, Haushalt, Familie, Verpflichtungen – und irgendwo dazwischen soll auch noch das Leben stattfinden.

Damit deine Vorsätze nicht wieder leise verschwinden, gebe ich dir heute 5 Tipps, wie du Zeit einsparst, ohne dich zu verbiegen. Und ja: damit du wieder mehr lesen und schreiben kannst, wenn du willst.

Ich bin Silke Groth, Autorin – und ich musste lernen, meine Zeit einzuteilen. Nicht aus Spaß. Sondern weil ich neben meinem schweren Brotjob sonst sicher keine Bücher veröffentlichen könnte.

Also: los geht’s.

Zeit sparen im Alltag: 5 einfache Tipps, die sofort helfen

1) Schreib schneller – Perfektion kommt später

Der größte Zeitfresser beim Schreiben ist nicht das Schreiben selbst.
Es ist das Zögern.

Dieses „Ich müsste erst noch…“

  • erst die perfekte Idee haben
  • erst die richtige Stimmung fühlen
  • erst die erste Seite im Kopf fertig schreiben
  • erst die passenden Worte finden

Mein Tipp: Schreib schneller, als dein innerer Kritiker denken kann.

Das heißt nicht, dass du schlecht schreiben sollst. Es heißt nur:
Erst schreiben, dann verbessern.

Mini-Übung für jeden Tag:

  • Stell dir einen Timer auf 10 Minuten
  • Schreib ohne Pause
  • Keine Rücktaste, kein Nachdenken
  • Danach: fertig. Punkt.

Du wirst staunen, wie viel Text plötzlich möglich ist, wenn du dir selbst nicht dauernd im Weg stehst.

2) Organisieren, Termine setzen – und sie wirklich ernst nehmen

„Ich mach das irgendwann“ ist kein Plan.

Wenn du wirklich Zeit sparen willst, dann mach aus Wünschen feste Termine.
Denn alles, was nicht im Kalender steht, wird vom Alltag einfach weggeschoben.

Beispiele, die funktionieren:

  • Dienstag 19:30–20:15 Uhr: Schreiben
  • Sonntag 10:00 Uhr: Blogartikel überarbeiten
  • Donnerstag 21:00 Uhr: 20 Seiten lesen

Wichtig ist nicht, dass es viel ist.
Wichtig ist: Es ist real.

Und ja – manchmal ist das unbequem.
Aber es ist immer noch besser als das Gefühl: Ich komme zu nichts.

3) Pausen machen – damit du nicht alles doppelt machen musst

Viele denken: Pausen kosten Zeit.
In Wahrheit sparen sie Zeit.

Denn wer ohne Pause durchzieht, wird irgendwann müde – und macht Fehler:

  • man sucht Dinge
  • man liest denselben Absatz fünfmal
  • man vergisst Termine
  • man startet Aufgaben neu, weil man sie halbherzig gemacht hat

Mein Lieblingsmodell:
25 Minuten konzentriert – 5 Minuten Pause
Oder, wenn du einen schweren Tag hast:
15 Minuten – 3 Minuten Pause

Das klingt klein. Aber genau dadurch bleibt Energie übrig – auch fürs Schreiben.

4) Taschen und Utensilien am Abend vorbereiten (das ist Magie)

Dieser Tipp klingt banal – aber er wirkt wie ein kleines Zeitwunder.

Wenn du morgens schon mit „Wo ist denn…?“ startest, ist der Tag eigentlich verloren:

  • Schlüssel
  • Portemonnaie
  • Ladekabel
  • Notizbuch
  • Medikamente
  • Wasserflasche
  • der Zettel, den du unbedingt mitnehmen wolltest

Mein Trick: Abends 5 Minuten investieren.
Dann hast du morgens 20 Minuten gewonnen – und vor allem: weniger Stress.

5) Ablenkung vermeiden (nicht mehr Disziplin, sondern weniger Versuchung)

Ablenkung ist ein Zeiträuber .
Sie wirkt harmlos – aber sie frisst Stunden.

Nur mal kurz…

  • aufs Handy schauen
  • eine Nachricht beantworten
  • Instagram öffnen
  • „ich guck nur schnell was nach“
  • …und zack: 30 Minuten verloren

Mach Ablenkung schwerer.

  • Handy in einen anderen Raum legen
  • Benachrichtigungen aus
  • Flugmodus für 30 Minuten
  • beim Schreiben: nur ein Tab offen
  • feste Zeiten fürs „Scrollen“ (ja, wirklich!)

Kurzfazit: Zeit wird nicht gefunden, Zeit wird gemacht

Du musst nicht alles schaffen.
Du musst nicht perfekt organisiert sein.
Aber du darfst dir selbst erlauben, dein Leben so zu bauen, dass deine Ziele Platz haben.

Denn ein paar Minuten am Tag wirken unscheinbar – bis sie sich plötzlich in Seiten verwandeln oder in Familienzeit

Bonus : Sag öfter „Nein“ – auch zu netten Dingen

Nicht alles, was nett ist, ist auch gut für dich.
Zeit sparen heißt manchmal: Grenzen setzen, ohne Schuldgefühl.

Und jetzt du: Welcher Tipp passt zu dir?

Ich melde mich nach langer Zeit

Selfpublishing bedeutet für mich: schreiben, überarbeiten, streichen, hinzufügen, zweifeln, neu beginnen – und irgendwann loslassen. (Hier gehts zu meinen Büchern.)Es bedeutet, Ideen wachsen zu lassen, Figuren zum Leben zu erwecken und Welten aufzubauen. Doch genauso heißt es auch, Dateien formatieren, Cover entwerfen lassen, Fehler suchen, Termine eintragen und E-Mails beantworten. Bloggen war nicht dabei. Leider.

Als Selfpublisherin

Als Selfpublisherin jongliere ich täglich zwischen Kreativität und Organisation. Ich plane meine Schreibzeiten, überarbeite Kapitel, lese Probe, ändere Sätze, formuliere Dialoge neu. Da stapeln sich die To-do-Listen, und ich könnte stöhnen, seufzen, aufgeben – aber dann erinnere ich mich daran, warum ich das alles tue: um meine Geschichten direkt zu euch zu bringen.

Was Schönes

Ein schönes Beispiel dafür bietet dieses Wochenende: Ich packe meine Bücher, gestalte meinen Stand, dekoriere, lächle, plaudere,vernetze mich. Auf der Buchmesse Leseflair werde ich viele Leserinnen und Leser treffen, mit Kolleginnen fachsimpeln, neue Kontakte knüpfen und Inspiration tanken. Am Samstag lese ich aus meinen eigenen Texten – live, mit Stimme und Herz, mitten im Trubel der Messe. Ich freue mich darauf, meine Figuren sprechen zu lassen und zu erleben, wie Worte sofort wirken können. Es wird aus der Anthologie mit den Kollegen Koblitz, Tantow und Dugall sein. Eine mörderische Geschichte.

Was bedeutet das?

Selfpublishing heißt also nicht nur: schreiben und veröffentlichen. Es heißt auch: auf Menschen zugehen, zuhören, diskutieren, lachen, manchmal auch improvisieren. Es heißt: Verantwortung übernehmen und gleichzeitig Freiheit genießen. Ich darf entscheiden, was ich schreibe, wann ich veröffentliche und wie ich mich präsentiere.

Wozu ist das gut?

Natürlich kostet das Kraft. Man hat schon so seine körperlichen Probleme. Aber es schenkt mir auch das Gefühl, ganz nah bei meinen Geschichten und meinen Leserinnen zu bleiben. Und genau dieses Gefühl nehme ich mit auf die Messe .

Sehen wir uns?

Vielleicht sehen wir uns ja am Wochenende auf der Buchmesse Leseflair? Komm gern vorbei, entdecke meine Bücher, hör mir am Samstag bei der Lesung zu ( oder schau hier auf meine anderen Termine ) und plaudere mit mir über das Leben zwischen Laptop und Messestand.

Ansonsten bleiben wir hier verbunden.